Haltung gibt Halt
Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse vor einem Jahr war, wie sensibel Louie und ich aufeinander reagieren.
Wir waren im Training für Hundebegegnungen und der Tag hatte zu Hause auf der kurzen Löserunde schon herausfordernd gestartet. Viele Hunde, wenig Platz, viel Aufregung und Stress bei Louie. Im Training selbst war es nicht so viel anders. Bis meine Trainerin fragte: “Wie geht es dir eigentlich gerade?” Komplett angespannt, gestresst, nervös, kurzatmig. So wie Louie. Was ist da passiert? Wir sind miteinander engergetisch in Resonanz gegangen und haben beide das Gleiche ausgestrahlt.
Der erste Schritt raus aus dem Stress war für mich atmen. Immer wieder lange ein und aus, um mein Nervensystem zu beruhigen. Louie wurde ein Stück entspannter. Dann habe ich versucht, meine Haltung zu ändern.
Die innere Haltung – von “ich schaffe das nicht, mir ist das alles zu viel” hin zu “ich weiß, wie es dir geht. Es ist okay. Ich bin da für dich und ich weiß auch, was wir tun können.”
Louie ist auch damit in Resonanz gegangen, orientierte sich gerne an mir und das Training wurde Stück für Stück entspannter. Können wir dadurch einfach so an Hunden vorbei gehen und das Training einfach sein lassen? Nein. Ich halte nichts von der Überzeugung, dass man dem Hund einfach nur zeigen muss, dass man “der Chef” ist und dann überall durchgeht.

Jedes Tier ist wie wir ein Individuum und darf Emotionen haben und zeigen. Und durch wiederholte positive Erlebnisse lernen, dass etwas vielleicht nicht so bedrohlich ist, wie es sich zuerst anfühlt. Und auch ich bin nicht immer gleich drauf oder in meiner Mitte und das ist okay.
Diese Akzeptanz,
zusammen mit dem bewussten Einnehmen einer positiven und unterstützenden inneren Haltung,
plus das bedürfnisorientierte Training
sind für uns genau der richtige Weg, um miteinander in Verbindung zu sein und gemeinsam in Louie’s Tempo die Welt zu entdecken.


